23. February 2012

Extrinsische und intrinsische Motivation (bezogen auf den Beruf)

Extrinsische und intrinsische Motivation

Extrinsische und intrinsische Motivation

Viele Leute sagen, dass der Beruf am besten auch eine Art Berufung sein sollte, damit man ihn möglichst motiviert und gewissenhaft ausführen kann. In manchen Branchen ist dieser Anspruch aber nur sehr schwer oder auch gar nicht zu erreichen. Denn oftmals sind die einzelnen Arbeiter nur noch ein ganz kleines Glied in einer langen Kette von Abläufen. Ein Arbeiter am Fließband in einem Autohaus bekommt von der Fertigstellung und dem Verkauf der Autos in der Regel gar nichts mit. In einem solchen Fall ist es sicherlich schwierig, von einer Berufung zu sprechen.

Sicherlich sind viele Arbeitgeber darum bemüht, die Motivation ihrer Mitarbeiter hochzuhalten. Dies bedeutet nämlich oft, dass diese sehr gut und fleißig arbeiten. Außerdem können ein gutes Betriebsklima und ordentliche Arbeitsbedingungen dazu beitragen, dass Stress vermieden wird. Stress wirkt sich nämlich oft auf die Gesundheit aus. Für Arbeitgeber ist es aber wichtig, dass die Arbeiter gesund und motiviert sind.

Beim Thema Motivation unterscheidet man häufig zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation. Einfach erklärt kann man sagen, dass die extrinsische Motivation aus Motiven heraus entsteht, die von außen bestimmt werden. Bei einem Arbeiter ist dies beispielsweise das Gehalt. Oft führt ein Arbeitnehmer seine Tätigkeiten hauptsächlich dadurch motiviert aus, dass er dafür entlohnt wird und eine gewisse Anerkennung in der Firma erhält. Letztlich ist aber in diesem Fall nicht direkt entscheidend, welche Tätigkeit er genau ausübt. Das ist bei der intrinsischen Motivation anders. Hier geht es um eine Motivation von innen heraus. Das bedeutet, dass eine Tätigkeit in erster Linie ausgeführt wird, weil sie Spaß macht oder eine große Sinnhaftigkeit in ihr erkannt wird. Im Berufsalltag sind solche Tätigkeiten aber nicht immer leicht zu finden. Dennoch wäre es für Arbeitgeber sicherlich gut, wenn ihre Arbeitnehmer aus beiden Motivationen heraus für sie arbeiten.

Denn eine extrinsische Motivation muss eine intrinsische nicht unbedingt ausschließen. Auch wenn Arbeitnehmer für ihre Tätigkeit entlohnt werden und damit sicherlich extrinsische motiviert sind, können sie zusätzlich auch intrinsisch motiviert sein, wenn die Tätigkeit besonders verantwortungsvoll ist oder sie den direkten Nutzen ihres praktischen Tuns spüren können. Die Diskussion, ob extrinsische Motivation die intrinsische Motivation vermindert, ist nicht endgültig abgeschlossen. Am besten ist aber natürlich, wenn ein Arbeitnehmer von zwei Seiten motiviert ist und den Nutzen seiner Arbeit nicht nur auf seinem Kontoauszug für sich selbst sieht, sondern auch die Möglichkeit hat zu erkennen, dass sein Tun der ganzen Firma genutzt hat.